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Frauen 2. Bundesliga Süd

Marburg, 10. Oktober 2009, Bericht: Larissa von Bahrenburg

 

SG Jena/Erfurt : München RFC
14:05

 

Münchens Antreten in Marburg stand unter keinem guten Stern. Mit nur zehn Spielerinnen und zwei kränkelnden Verbindern rechneten sich die Frauen des MRFC keine großen Chancen für diesen Spieltag aus. Umso überraschender startete München in dieses erste Spiel ungewohnt stark. Das Team spielte auch als Solches und zeigte mehr Aggressivität. Durch eine deutliche und auch konstante Überlegenheit in den Scrums konnten die bayrischen Damen zahlreiche Vorbälle des Gegners nutzen, sowie bei eigenen Knock-ons den Ballbesitz zurückerobern. Insgesamt hielt München die gegnerische Mannschaft gut in Schach und erkämpfte sich so ein 0:0 zum Ende der ersten Halbzeit. In der Mitte der zweiten Hälfte schafften es die Thüringerinnen, eine Lücke in der sonst starken Abwehr des MRFC zu nutzen. Dies gelang ihnen kurz darauf noch ein zweites Mal, doch Weiß-Blau ließ sich davon nicht einschüchtern und konterte durch einen schönen Versuch von Verena Fickenscher, die scheinbar mit Links die gegnerische Verteidigungslinie durchbrach und bis in die Endzone sprintete. Trotz der Niederlage merkte man, das München den Spaß am Spiel wiedergefunden hatte.

 

SG Mittelhessen - München RFC
22:05

 

Auch in dieses Spiel starteten die bayrischen Hauptstädterinnen souverän und stark, vor allem der Sturm erwies sich in den Scrums erneut als großartig. Die Spielvereinigung erzielte relativ früh einen Versuch, doch eine der Münchner Stürmerinnen, Alice Coupel, antwortete schnell darauf, fand die Lücke, nutzte sie und lief der kompletten gegnerischen Mannschaft davon. Gegen Ende der ersten Halbzeit kassierte München unglücklich einen weiteren Versuch, welcher den Elan der Münchner Mädels jedoch nicht milderte. Céline Calvo legte noch einen beachtlichen Sprint hin, der dem MRFC einen beachtlichen Raumgewinn bescherte, der aber leider durch den Halbzeitpfiff ungenutzt blieb. 10 : 5 der Halbzeitstand. In der zweiten Hälfte des Spiels war dann schon eine gewisse Erschöpfung spürbar, die sich vor Allem in der schwächelnden Verbindung des Teams abzeichnete. Der Sturm aber bildete souverän das Rückgrat der Mannschaft. Leider konnte die Mannschaft, die es sich gerade durch das stark verbesserte Zusammenspiel verdient hätte, nicht mehr kontern.
Spielerinnen des Tages: der komplette Sturm. Kranke des Tages: Heidy und Larissa, Spiel trotz "Schweinegrippe". Unterstützung des Tages: Anne vom SG Mittelhessen, die zwei Halbzeiten als Auswechselspielerin für München auf dem Feld stand, sogar gegen die eigene Mannschaft. Vielen Dank!
Quintessenz: Die Spielfreude und der Teamgeist sind in die weiß-blaue Hauptstadt zurückgekehrt. Weniger Knock-ons und längere Pässe wären wünschenswert um die Stürmerinnen zu schonen, aber Alles in Allem können die Mädels stolz auf ihre Leistung sein.