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Frauen 2. Bundesliga Süd

Köln, 24. Oktober 2009, Bericht: Larissa Bahrenburg

 

Wiedenbrücker TV : München RFC
70:00

 

Der kurze Lichtblick, den der MRFC das vergangene Spiel in Marburg erleben durfte, schien nicht mehr als das gewesen zu sein, ein kurzer Blick.Die Teamstruktur der Münchner Damen zeigte sich von Anfang an ziemlich angeschlagen, was auf viele noch ausheilende Verletzungen der Spielenden, sowie auf den Mangel an Auswechselspielerinnen zurückzuführen war. Yvonne Schwarzkopf, einzige Ersatzfrau und Prop, musste schon ziemlich gegen Anfang des ersten Spiels aufs Feld, um den Ausfall unseres Fullbacks Verena Fickenscher wettzumachen. Innerhalb des Sturms ersetzte sie dann Céline Calvo, die notgedrungen Position 15 einnehmen musste. Diese und weitere positionelle Tauschmaßnahmen sorgten schon in einer frühen Spielphase für Unruhe im Team und zogen einen Rattenschwanz hinter sich her. Es folgten eigentlich banale Anfängerfehler, es fand kaum Teamspiel statt, die Kommunikation funktionierte nicht. Trotz wiederholt guter Einzeleinsätze gab es einige zu späte, unpräzise Pässe und die Verteidigungslinie war lückenhaft. Das Scrum war gewohnt stark, aber der Spielfluss kam in Standartsituationen schnell ins Stocken. Gegen das gut eingespielte Team der Wiedenbrücker Ladies war daher kein Ankommen für die bayrischen Hauptstädterinnen. Vereinzelt gutes, schnelles Passspiel der Münchnerinnen und die wenigen funktionierenden Angriffe prallten wiederholt an der organisierten Wiedenbrücker Verteidigung ab. Halbzeitstand  34 : 00. Endstand 70 : 00.

 

ASV Köln : München RFC
66:00

 

Im darauffolgenden Spiel gegen Köln traten die gleichen Probleme auf. Zu fortschreitender Stunde zählte der MRFC noch mehr Ausfälle und Verletzungen, die eine Art Bäumchen-Wechsel-Dich innerhalb der Münchner Mannschaft hervorriefen. Hooker wechselte zur Centerposition, Center wechselte auf Fly-half, Fly-half wurde zu Fullback, um nur ein paar Positionsbesetzungen zu nennen. Es war schwer, ein halbwegs funktionierendes Teamspiel aufrecht zu erhalten, um sich gegen die immer wieder durchbrechenden Domstädterinnen zu behaupten. Man kann den Münchner Mädels allerdings nicht vorwerfen, sie hätten nicht gekämpft, das haben sie nämlich, so gut es die Irrungen und Wirrungen innerhalb des Teams es zuließen. Leider endete auch dieses Spiel trotz des verbissenen Einsatzes von Weiß-Blau wenig überraschend zu Gunsten der Gastgeber. Halbzeitstand 42 : 00. Endstand 66 : 00.
Quintessenz: Man kann sagen was man will, Pech gehörte ebenso zu dieser Saison der Münchner wie die eher suboptimale Anwesenheit beim Training. Was einen nicht umbringt, härtet ab, sagt man so schön, deswegen wird nach vorn geschaut, zum nächsten Heimturnier und dem gleichzeitig letzten Spieltag vor der Winterpause.
Spielerin des Tages:  Larissa Bahrenburg